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Nessnobbere *)   -   1986

Ein Schwank über die Moral auf dem Lande von Karl Schmalbach

Finchen und Präsidentin LMA Streit

"Neßnobbere" bedeutet nicht etwa, wie man annehmen könnte "Nestnachbarn" (was auch zutreffen würde) sondern "nächste Nachbarn". Diese hatten in früheren Zeiten festgelegte Aufgaben, bei Hochzeiten, Geburten, Sterbefällen usw. Mit zunehmender Zahl der Neubürger im ländlichen Bereich verschwand diese Form der Nachbarschaftshilfe ebenso, wie viele andere ländliche Sitten. Frau Dr. Dorothea Gütig aus Sachsen, (vor der Wende "rübergemacht") ist so eine Neubürgerin.

wo kommen die Kälbchen her ???
schöne Aussicht
Sachse gefunden

Sie ist alleinstehend und, um sich schnell einzubürgern spendiert sie der Nachbarschaft ihren Einstand. Da sie aber, in Unkenntnis der dörflichen Termine, eine Frauenveranstaltung ignoriert hat, erscheinen nur Männer. Die Folge für die Unerfahrene: ein schlimmer Schwips und eine uneheliche Tochter 'Vater unbekannt'.
17 Jahre später: Tochter Uschi wird flügge und heftig von den Dorfburschen umschwärmt. Dorothea gerät in Panik; Uschi könnte mit ihrem eigenen Halbbruder anbändeln. Das Stück zeigt an. dass die ländliche Moral schon immer eine andere war, als die "Moral als solche".

* ) Der ursprüngliche Titel "Mutter werden ist nicht schwer wurde später aus verlagsrechtlichen Gründen geändert.

Die Personen und ihre Darsteller:

Dr. Dorothea Gütig, Zoologin                   - Käthe Ostermann
Ursula, ihre Tochter                                  - Beate Rustmeier
Jakob Schmitz, Nachbar u. Landwirt      - Josef Pricken
Finchen, seine Frau                                 - Elisabeth Morris
Peter, beider Sohn                                    - Ulrich Stirken
Kathrinchen, beider Tochter                     - Simone Fässler
Theobald Euimel, Notat                           - Dr. Gerhard Jodas
Eleonore, seine Frau
                und Präsidentin der LMA       - Bärbel Ehrhardt
Tobias, beider Sohn                                - Peter Schmalbach
Hans Berg, Architekt                              - Robert Paas

Prumetaat

Prumetaat

Text und Melodie von Karl Schmalbach

Jedes Johr ein Hervß eren,
dann es et wier sowiet,
de Böem, die sind van Prume voll,
et jöv de höchste Tiet.
On jeht et dann op Kermes an,
nä nä, wat es dat schön,
dann backt os Mamm en Prumetaat,
on dat jöv joe Senn...

On wenn de net tefrehne bös,
on wenn dech ens jet piert,
wenn alles dech donäve jeht,
d'r klenste Fohz dech stürt.
On wenn de dann noch Bukping kreß,
on knatsch verstoppte Därm,
jo dann, dann hölpt blos Prumetaat,
et bäß ene janze Bärm.....

Refrain:

Op Kermes jöv et Prumetaat, traleralala
die hät os Mamma fein jemaht, traleralala
Jo es dat net ene wahre Staat? traleralala
So'n richtije leckere Prumetaat, traleralala
Jo nixjeht över Prumetaat! traleralal

hinter´m Vorhang

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